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8 Jahrhunderte Berlin in Bewegung

Im Herbst 2010 begannen Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klasse der Otto-Wels-Grundschule in Kreuzberg mit der Entwicklung eines Tanztheaterstückes.
Die Wissenschaft hat festgestellt: Berlin ist älter als bisher angenommen.
Unser Projekt nahm das zum Anlass, Berliner Stadtgeschichte für Kinder aus der Otto-Wels Grundschule erfahrbar zu machen und mit ihnen in Tanz und Theater umzusetzen.
Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klasse der Otto-Wels-Grundschule entwickelten mit zwei Theaterpädagoginnen eine Choreographie zur Berliner Stadtgeschichte. Wir wählten bedeutende Ereignisse und Entwicklungen der Stadtgeschichte aus, die sich an einem bestimmten Platz der Stadt widerspiegelten. Diese setzten wir in Tanz- und Theaterszenen um, die für das Straßentheater geeignet waren. Mit ihrem Straßen-Tanztheaterstück im Gepäck reiste die Gruppe durch die Stadt und besuchte das Neue Museum in Berlin, um dort ihr Stück aufzuführen. Das Besondere an dem Projekt war die Kooperation mit dem archäologischen Team der Ausgrabungsstätte am Petriplatz, die den Kindern im Tausch für die Aufführung einen Einblick in ihre Arbeit am Ursprungsort Berlins geben sollte.
„8 Jahrhunderte Berlin in Bewegung“
Tanztheaterprojekt der LAG Spiel & Theater und e.V. und der Otto-Wels-Grundschule in Kreuzberg (Lehrer: Thomas Reinhard)
Förderung:
Fachbereich Kunst und Kultur aus Mitteln des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung
Zeitraum:
Anfang September bis Mitte November 2010
Teilnehmerinnen:
Ümmühan, Meltem, Solan, Edanur, Damla, Dilara, Ece, Aliyah, Malak, Sahra, Melisa, Elif, Gülsüm, Gina, Derya, Aleyna
Idee und Konzept:
Ulrike Stockburger, Michaela Günther und Carolin Heller
hier ein paar Eindrücke

Acht Jahrhunderte bewegtes Berlin

Im Sommer 2008 begannen Kinder der 2. bis 5. Klassen der Mercator-Grundschule (Lichterfelde) mit der Entwicklung eines Tanztheaterstückes zur Geschichte unserer Stadt.
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In den Herbstferien traf sich die Gruppe wieder, um das Stück fertig zu stellen. Es fehlten noch einige Jahrhunderte. Am 30. und 31 Oktober gingen die Kinder nun auf Tournee durch die Stadt. Zunächst erlebten wir eine ganz besondere Premiere:
Die Gruppe tanzte ihr Stück in der Ausgrabungsstätte am Petriplatz in Berlin-Mitte. Hier befand sich im 13 Jh. das Zentrum der Stadt Cölln mit der Petrikirche, ihrem Kirchhof, Bürgerhäusern auf der einen Seite und einer Schule auf der anderen. Zwischen den Grundmauern der Lateinschule, wo in diesem Jahr das älteste Zeugnis der Entstehungsgeschichte Berlin-Cöllns gefunden wurde (DIE ZEIT berichtete), zeigten die Kinder achthundert Jahre Berlins in einer halben Stunde.
Publikumsstimmen:
“Sensationell!”, “Besser kann man Geschichte nicht auf den Punkt bringen!”
Nach der Aufführung konnten die Kinder die Ausgrabungsstätte besuchen. Claudia Maria Melisch, Ausgrabungsleiterin, riss alle mit ihrer Begeisterung mit, zeigte spannende Fundstücke, darunter auch einige Skelette, beantwortete die lebhaften Fragen und lud die Gruppe ein, bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Palais am Festungsgraben zu spielen.
Die Theatertour am Freitag (31.10.) war nicht minder aufregend. Das Wetter spielte zum Glück mit, und so konnte die Gruppe für die Wartenden vor dem Reichstag spielen. Vor dem Eingang der Arkaden am Potsdamer Platz fand schließlich die dritte Aufführung statt.
Auf der Straße Theater spielen, einfach ungebeten loslegen mit dem, was man zu bieten hat, die Vorbeieilenden nicht beachten, eine ansehnliche Gruppe Zuschauer zu versammeln. Dies sind einige der Schätze an tollen Erfahrungen, die die Kinder mit nach Lichterfelde nehmen.
Die Schule und ihr Hort sind seit drei Jahren Kooperationspartner der LAG Spiel & Theater. 2005 startete diese Zusammenarbeit mit der Erarbeitung eines Stückes zum Thema Heimat. Der LAG-Arbeitskreis “Theater in der Schule” hatte die Schule 2004 auf der Suche nach einer Ganztags-Grundschule als langfristigen Bildungspartner angesprochen. Die Finanzierungsmöglichkeiten solcher Kooperationen war damals sehr eingeschränkt bzw. schwer zu ermitteln. Die Schulstation beauftragte uns schließlich auf dem bekannten Wege zunächst mit der Durchführung einer Theater-AG mit dem Schwerpunkt Sprachförderung. Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Berlin konnten weitere Projekte im Schulhort angeschlossen werden.
Wir freuen uns, dass nun dieses Projekt durch eine Förderung der LKJ Berlin stattfinden konnte.